Maschendrahtzaun oder Doppelstabmatten-Zaun? Welcher Zauntyp sind Sie?

Wer sein Grundstück einzäunen möchte, steht zunächst einmal vor einer Menge Entscheidungen. Denn Zäune und Zaunsysteme gibt es in den unterschiedlichsten Formen und aus den verschiedensten Materialien. Also: Welcher Zaun passt nun am besten zu Ihnen und Ihrem Grundstück? Ein Maschendrahtzaun oder doch eher ein Doppelstabmattenzaun? Um Ihnen die Auswahl ein wenig zu erleichtern, werden wir im Folgenden die Vor- und Nachteile einiger Zaunarten mal ein wenig genauer beleuchten.

Der Maschendrahtzaun –
eher funktional als schick

Ende der 90er Jahre erlangte der Maschendrahtzaun eine Welle der Berühmtheit. Und das nur, weil Stefan Raab die Aussprache des Wortes „Maschendrahtzaun“ einer aus Sachsen stammenden Hausfrau so witzig fand, dass er den Originalton in ein selbstkomponiertes Lied einbaute, das sich anschließend über eine Million Mal verkaufte. Doch so ein Maschendrahtzaun dient natürlich nicht in erster Linie der Unterhaltung. Aufgrund seiner günstigen Anschaffungskosten gehört er zu den am häufigsten verwendeten Zaunsystemen. Das Maschengeflecht aus meist kunststoffummanteltem Metalldraht wirkt allerdings eher funktional als schick und wird daher häufiger bei Tiergehegen als zur optisch ansprechenden Gartenumrandung eingesetzt. Darüber hinaus bietet er kaum Sichtschutz und kann aufgrund der eher geringen Stabilität von ungewollten Besuchern relativ leicht überwunden werden. Damit die Maschen auf Spannung bleiben, muss der Maschendrahtzaun immer mal wieder von Hand nachgezogen werden.

Vor- und Nachteile eines Maschendrahtzauns

  • Günstig in der Anschaffung
  • Optisch nicht besonders ansprechend
  • Kein Sichtschutz
  • Bietet wenig Sicherheit und Stabilität
  • Muss regelmäßig nachgespannt werden

Der Doppelstabmattenzaun –
äußerst stabil und pflegeleicht

Doppelstabmattenzäune bestehen in der Regel aus feuerverzinktem Stahl. Die einzelnen Stabmatten setzen sich aus vertikalen und horizontalen Stäben zusammen, die miteinander verschweißt sind. Daraus ergibt sich ein stabiles Gitter. Wie die Bezeichnung vermuten lässt, werden bei Doppelstabmatten immer zwei waagerechte Stäbe mit dem senkrechten Stab verschweißt. Dadurch wird die Verbindung deutlich stabiler und robuster als es zum Beispiel bei einem Einstabmattenzaun der Fall ist.
Im Gegensatz zum Maschendrahtzaun verliert ein Doppelstabmattenzaun nicht an Stabilität. Er muss nicht nachgezogen werden und bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Darüber hinaus ist er gegen sämtliche Witterungseinflüsse immun und verliert auch nach Jahren nichts von seiner Attraktivität. Ergänzt um Sichtschutzstreifen dient er als Schutz vor neugieren Blicken. Als Sichtschutzzaun kann der Doppelstabmattenzaun sogar zum besonderen Highlight auf Ihrem Grundstück werden. Nämlich dann, wenn Sie sich für Sichtschutzstreifen mit kreativer Bedruckung entscheiden. Ob Steinwand-Motiv oder Hecken-Optik, hier gibt es kreative Auswahlmöglichkeiten. Und sollten Sie den Sichtschutz irgendwann doch nicht mehr mögen, können Sie ihn ganz einfach wieder entfernen oder austauschen. Doppelstabmattenzäune bieten viele Vorteile. Sie benötigen außer einer gelegentlichen Reinigung keinerlei Pflege und Instandsetzung und sind relativ günstig erhältlich. Daher werden diese Zaunanlagen nicht nur zur privaten Nutzung verwendet, sondern häufig auch zur Einzäunung weitläufiger Gewerbeflächen, bei Industrieanlagen oder Bürohäusern.

Vor- und Nachteile eines Doppelstabmattenzauns

  • Maximale Sicherheit und Einbruchsschutz
  • Langlebigkeit und Stabilität
  • Kann zum Sichtschutz erweitert werden
  • Attraktives, zeitloses Design
  • Kein Aufwand für Pflege und Instandhaltung
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Perfekt für die private und gewerbliche Nutzung geeignet

Gabionen –
der große Gartentrend

Gabionen stellen einen der großen Gartentrends der vergangenen Jahre dar. Kein Wunder! Schließlich handelt es sich dabei um die ideale Kombination aus einem Gartenzaun und einer Gartenmauer. Genau genommen handelt es sich bei der Gabione um eine Sonderform der Stabmattenzäune, bei der die einzelnen Zaunfelder zu einem Käfig verschweißt werden. Diesen können Sie dann ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack befüllen. Das klassische und am häufigsten verwendete Füllmaterial sind Steine. Hier eignen sich beispielsweise Basalt, Granit, Kalksandstein, Schotter oder Flusskiesel. Darüber hinaus kommen aber auch immer wieder andere Gegenstände zum Einsatz: Naturmaterialien wie Holz- oder Rindenstücke, gefärbtes Glas oder gewöhnliche Pflastersteine. Mit ein wenig Geschick können auch kreative Muster gelegt werden. Neben ihrem ansprechenden Design überzeugt die Gabione vor allem mit ihrer Funktionalität: Sie kann nicht nur als Sichtschutz eingesetzt werden, sondern auch als Stützwand oder Abfangelement an Hängen. Für Einbrecher ist eine Gabione nur schwer überwindbar und bietet somit ein Plus an Sicherheit. Ein weiterer Vorteil ist auch hier der geringe Pflegeaufwand. Außer einer gelegentlichen Reinigung entstehen keinerlei Instandhaltungsaufwände.

Vor- und Nachteile einer Gabione

  • Ideale Kombination aus Gartenzaun und Gartenmauer
  • Bietet kreativen Spielraum bei der Befüllung
  • Maximale Sicherheit und Einbruchsschutz
  • Langlebigkeit und Stabilität
  • Perfekter Sichtschutz
  • Kein Aufwand für Pflege und Instandhaltung
  • Etwas teurer in der Anschaffung, abhängig von der Befüllung

Schmuckzäune –
der repräsentative Blickfang

Als Schmuckzaun kommen verschiedene Zaunarten infrage. Meist ist damit ein Zaun aus Metall oder verzinktem Stahl mit attraktiven Bögen, Schnörkeln, Spitzen und ähnlichen auffälligen Designelementen gemeint. Durch ihre Eleganz und ihr attraktives Aussehen sind Schmuckzäune nicht nur für repräsentative Vorgärten perfekt geeignet, sondern der Blickfang eines jeden Grundstücks. In einem Schmuckzaun aus verzinktem und anschließend farbig beschichtetem Stahl vereinen sich die Stabilität und Langlebigkeit eines Doppelstabmattenzauns mit eindrucksvoller Optik. Ragen die Zaunsysteme hoch genug heraus, stellen sie mit oben spitz zulaufenden Metallstäben außerdem eine unüberwindliche Barriere für Einbrecher dar.

Vor- und Nachteile eines Schmuckzauns

  • Attraktives, auffälliges Design
  • Langlebigkeit und Stabilität
  • Einbruchsschutz
  • Kein Aufwand für Pflege und Instandhaltung
  • Nicht als Sichtschutz geeignet
  • Etwas teurer in der Anschaffung, abhängig vom Design

Der Jägerzaun –
Inbegriff der Spießigkeit

Bei einem Jägerzaun, auch Scherenzaun oder Kreuzzaun genannt, handelt es sich um einen kostengünstigen Holzzaun. Der Name kommt übrigens daher, dass Bauern ihre Felder früher mit einem solchen Zaun vor Wild schützten, das der Landadel zur Jagd frei herumstreifen ließ. Charakteristisch für diese Zaunart sind die über Kreuz vernagelten, halbrunden Latten, die nach oben spitz zulaufen. Durch diese spezielle Anordnung der Holzlatten lassen sich einzelne Zaunelemente wie eine Ziehharmonika zusammen- oder auseinanderschieben. Dadurch kann die Höhe des Zaunes bestimmt werden. Im Vergleich mit anderen Zaunarten bleibt der Jägerzaun mit einer Höhe von 45 bis 120 Zentimetern dennoch relativ niedrig und bietet somit kaum Schutz vor unerwünschten Besuchen. Ein weiterer Nachteil besteht in dem hohen Instandhaltungsaufwand. Um den Holzzaun vor Umwelteinflüssen zu schützen, muss er regelmäßig mit Holzschutzfarbe gestrichen werden. Hier ist einiges an Geduld gefragt, bis wirklich alle Latten des Zauns rundum mit dem erforderlichen Schutzanstrich versehen sind.

Vor- und Nachteile eines Jägerzauns

  • Günstige Anschaffungskosten
  • Hoher Instandhaltungsaufwand durch regelmäßiges Streichen mit Holzschutzfarbe
  • Ggf. müssen beschädigte Latten zwischenzeitlich ausgetauscht werden
  • Die niedrige Höhe bietet keinen echten Schutz vor Eindringlingen
  • Nicht als Sichtschutz geeignet

Der Lattenzaun –
ein Klassiker im Vorgarten

Der Lattenzaun, auch Bretterzaun genannt, ist die wahrscheinlich einfachste Form einer Einzäunung. Er besteht aus senkrecht stehenden Latten aus Holz oder Kunststoff, die durch zwei oder drei Querbalken miteinander verbunden sind. Ein dezenter Lattenzaun ist der Klassiker im Vorgarten. Aus Holz gefertigt, fordert er seine Besitzer allerdings mit einem hohem Pflege- und Instandhaltungsaufwand, da er regelmäßig gestrichen werden muss. Auch müssen defekte oder verwitterte Latten von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Wer eine optisch ansprechende, aber weniger zeitaufwändige Lösung sucht, für den könnte ein Lattenzaun aus WPC genau das Richtige sein. WPC ist ein Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff, der einige Vorteile gegenüber reinem Holz bietet. Das Material ist sehr robust, formstabil und splitterfrei und darüber hinaus sehr langlebig und pflegeleicht. Ein regelmäßiges Reinigen mit warmem Wasser ist vollkommen ausreichend.

Vor- und Nachteile eines Lattenzauns aus WPC

  • Attraktives, zurückhaltendes Design
  • Langlebigkeit
  • Geringer Aufwand für Pflege und Instandhaltung
  • Keine maximale Sicherheit durch relativ niedrige Höhe
  • Nicht als Sichtschutz geeignet
  • Etwas teurer in der Anschaffung

Mixzäune –
die Abwechslung macht’s

Wem ein einzelner, durchgehender Zaun zu langweilig erscheint, für den ist vielleicht ein Mixzaun die passende Lösung. Bei Mixzäunen werden verschiedene Werkstoffe oder Zaunelemente miteinander kombiniert. So können Zaunfelder aus Metall beispielsweise immer wieder durch eine Hecke unterbrochen werden. Eine Gabione kann hervorragend durch einen Doppelstabmattenzaun ergänzt werden. Bei dem Mix verschiedener Materialien kann sich der Kunde kreativ ausleben und eine individuelle Lösung für sich und sein Grundstück finden.

Maschendrahtzaun oder Doppelstabmattenzaun?
Ein Fazit.

Nachdem wir Ihnen nun die gängigsten Zaunarten einmal vorgestellt haben, kommen wir zurück zu unserer Ausgangsfrage: Welcher Zauntyp sind Sie nun also? Maschendrahtzaun oder Doppelstabmattenzaun? Oder darf es doch eher ein auffälliger Schmuckzaun sein? Bei der Auswahl Ihres neuen Zauns sollte natürlich die eigene Vorliebe berücksichtigt werden. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen jedoch, auch den Pflege-, Instandhaltungs- und Wartungsaufwand zu bedenken. Wer keine Lust hat, sich regelmäßig mit dem Streichen des Holzzauns und dem Austauschen defekter Zaunelemente zu beschäftigen und gleichzeitig Wert auf maximale Sicherheit legt, ist mit einem Doppelstabmattenzaun, einer Gabione oder einem Schmuckzaun bestens beraten.

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